
Radeln ohne Alter startet in Rikscha-Saison 2026 © ADFC Hattingen/Sprockhövel
„Radeln ohne Alter“ startet mit Rekordbeteiligung in die Rikscha-Saison 2026
Mit großer Begeisterung und einer stetig wachsenden Gemeinschaft ist die Initiative „Radeln ohne Alter“ des ADFC Hattingen/Sprockhövel und der Kirchengemeinde St. Peter und Paul in die neue Saison gestartet.
Am heutigen Mittwochabend versammelten sich 38 aktive Fahrerinnen, Fahrer und Begleitpersonen im Pastor-Schoppmeier-Haus der Kirchengemeinde St. Peter und Paul, um die Weichen für ein Jahr voller Mobilität und Lebensfreude zu stellen.
Eine Initiative, die Menschen verbindet
Seit dem Start im April 2023 hat sich das inklusive Mobilitätsprojekt zu einer tragenden Säule der sozialen Teilhabe in der Region entwickelt. Die Bilanz der vergangenen Saison 2025 unterstreicht den Erfolg: In 261 Fahrten legten die Ehrenamtlichen insgesamt 3.957 Kilometer zurück und schenkten über 950 Fahrgästen unvergessliche Momente an der frischen Luft.
Benedikt Poetsch, Vertreter der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul, betont die Bedeutung des Projekts für das Miteinander: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Rikscha-Fahrten Brücken zwischen den Generationen bauen und Kirche als lebendigen Ort der Begegnung erfahrbar machen. Wir freuen uns, erneut Gastgeber für dieses starke Ehrenamt zu sein.“
In diesem Jahr wächst die Initiative weiter: Sechs neue engagierte Bürgerinnen und Bürger verstärken das Team. Insgesamt stehen nun 12 spezialisierte Teams bereit, die regelmäßig 18 Senioreneinrichtungen und Wohngemeinschaften in Hattingen und Sprockhövel anfahren. Johannes Kock, Koordinator für den Bereich Sprockhövel, ergänzt: „Die Resonanz in Sprockhövel ist fantastisch. Unsere Teams im Matthias-Claudius-Haus oder im Haus am Quell sind fest in den Alltag der Bewohner integriert. Jeder Kilometer bedeutet ein Stück Lebensqualität.“
Sicherheit und Inklusion im Fokus
Ein zentrales Thema des Planungstreffens war die Sicherheit. Kai Sieverding, Koordinator für Hattingen, erklärt: „Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Wir setzen auf einen defensiven Fahrstil von maximal 12 km/h, regelmäßige Technik-Checks und eine klare Notfallprävention. Nur wer sich sicher fühlt, kann die Fahrt wirklich genießen.“
Neben dem Regelbetrieb stehen 2026 zahlreiche Sonderfahrten an, wie etwa beim „Tag des Sports“ in Sprockhövel. Ein besonderer Höhepunkt wird die „Kaffeetafel der Ehrenamtlichen“ am 30. Mai in Hattingen sein, bei der die Initiative Flagge zeigt.
„Wir schenken Freiheit“
Projektleiter Bernd Lauenroth fasst das Credo der Gruppe zusammen: „Wir schenken nicht nur Mobilität, sondern das Gefühl von Freiheit. Wenn wir sehen, wie die Augen unserer Gäste leuchten, wenn ihnen der Wind durch die Haare weht, wissen wir, warum wir das tun. Besonders die Ausweitung der Kooperation mit der Lebenshilfe zeigt, dass Inklusion bei uns keine Floskel ist, sondern gelebt wird.“