
Holti-Holau! am Rosenmontag in Holthausen © ADCF Hattingen/Sprockhövel Bernd Lauenrith
Konfetti für unsere Herzen
PRESSEMITTEILUNG: Konfetti für unsere Herzen: Inklusion rollt im „Farbrausch“ durch das Holtiland.
Hattingen-Holthausen – Windböen, Kälte und zeitweiser Starkregen konnten die Lebensfreude nicht bremsen: Beim 48. Rosenmontagszug in Holthausen feierte eine besondere Kooperation ihre emotionale Premiere. Unter dem Motto „Konfetti für unsere Herzen ❤️“ setzten das ADFC-Rikscha-Projekt „Radeln ohne Alter“ und der Familienunterstützende Dienst (FuD) der Lebenshilfe Hattingen ein leuchtendes Zeichen für Mobilität, Inklusion und gelebte Vielfalt.
Barrieren im Kopf und auf der Straße überwinden
Wenn sich der närrische Lindwurm durch Holthausen schiebt, ist das Motto „lustig, bunt und tolerant“ Programm. In diesem Jahr wurde dieser Anspruch durch eine Gruppe besonders greifbar: Vier festlich geschmückte Rikschas, gesteuert von ehrenamtlichen Pilotinnen und Piloten des ADFC, bildeten das Zentrum einer 20-köpfigen Gruppe. Mit an Bord und zu Fuß dabei: 16 Kinder und Jugendliche der Lebenshilfe Hattingen, begleitet von einem engagierten Betreuerteam.
Die Idee hinter der Teilnahme ist so simpel wie bewegend: Karneval soll für alle erlebbar sein, ungeachtet körperlicher oder geistiger Einschränkungen. „Unsere Rikschas sind heute nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern rollende Botschafter der Inklusion“, erklärt Bernd Lauenroth, Verantwortlicher des Projekts „Radeln ohne Alter“. „Wir möchten zeigen, dass Barrieren – egal ob im Kopf oder auf der Straße – überwunden werden können.“
Ein Farbrausch gegen das graue Wetter
Trotz der unbeständigen Witterungsbedingungen am Rosenmontag bot die Gruppe einen optischen „Farbrausch“. Die Kostüme, entworfen und gefertigt von einem kreativen Team rund um Barbara Skupski-Wyte, spiegelten die Vielfalt der Gesellschaft wider. Skupski-Wyte betont den verbindenden Aspekt: „Unsere Kostüme sind so bunt wie das Leben selbst. Wir wollten ein Outfit schaffen, das die Freude am gemeinsamen Miteinander direkt sichtbar macht – ein lebendiger Farbrausch, der zeigt, dass wir alle Teil eines großen Ganzen sind.“
Für die Jugendlichen der Lebenshilfe war der Tag ein Meilenstein. Jasmin Soika vom FuD ergänzt: „Für unsere Kinder und Jugendlichen ist die Teilnahme am Rosenmontagszug ein großartiges Erlebnis von Selbstwirksamkeit und Teilhabe. Gemeinsam mit den Rikschas mitten im Geschehen zu sein, bedeutet für uns gelebte Inklusion ohne Wenn und Aber.“
Ein Fest der Gemeinschaft im Holtiland
Der 48. Rosenmontagsumzug in Holthausen bewies erneut seine immense Bedeutung für die Region. Trotz widriger Witterung ließen sich die Jecken am Straßenrand die Laune nicht verderben. Auch Hattingens Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing zeigte Präsenz, zunächst auf dem Wagen der SPD („The Holthausen Show“) und später auf dem Prinzenwagen bei Prinz Micha I. und Prinzessin Mone I.
Die gesamte Zugführung verlief aus Sicht der Verantwortlichen ruhig und geordnet. Trotz Regen und Kälte blieb die Stimmung ausgelassen, begleitet von spontanen Polonaisen am Straßenrand. „Dieses Wetter ist eine Herausforderung, aber es zeigt auch, wie viel Herzblut im Holthauser Karneval steckt“, resümierte Zugsprecher Thomas Behling.
Starke Partner an der Seite
Ein Projekt dieser Größenordnung ist nur durch gemeinschaftliches Engagement möglich. Besonderer Dank gilt den Sponsoren: Restaurant & Pizzeria Toscana, hwg, AVU Gevelsberg und die Volksbank Sprockhövel eG. Ein herzlicher Dank geht zudem an alle privaten Spender sowie die ehrenamtlichen Fahrer, die dieses Herzensprojekt ermöglichten.
Über die Akteure
ADFC „Radeln ohne Alter“: Von Mai bis September schenkt das Projekt Senioren und Menschen mit Einschränkungen in Hattingen und Sprockhövel „Wind in den Haaren“ durch kostenlose Rikscha-Fahrten.
Lebenshilfe Hattingen (FUD): Der Dienst unterstützt Familien im Alltag und schafft vielfältige Freizeit- und Teilhabeangebote für junge Menschen mit Behinderung.



