
Gruppenfoto mit Bürgermeisterin und Pressevertretern am Rathaus zur Eröffnung © ADFC Hattingen/Sprockhövel, Michael Ress
Zehnter Hattinger Fahrradfrühling eröffnet
Am Freitag, den 20. März 2026 startete der Zehnte Hattinger Fahrradfrühling mit einer Eröffnungstour nebst Besuch der Bürgermeisterin am Rathaus. Um 15:46 Uhr wurde der Frühlingsanfang auf dem Bahrenberg zelebriert.
Die obligatorische Freitagstour „Auf ins Wochenende“ um 14:00 Uhr ab Bürgerzentrum Holschentor wurde zur Eröffnungstour des 10. Hattinger Fahrradfrühlings. 24 Radfahrende der ADFC Ortsgruppe Hattingen/Sprockhövel radelten erst zum Rathaus, wo Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing den Fahrradfrühling offiziell für eröffnet erklärte.
Über den Horkenstein, den Winzer Ruhrbogen mit der Koppel, den Heidenstein im Heiligen Spring und den Bahrenberg ging es sagenhaft nach Niederwenigern. Am Dom vorbei zur Jugendherbergstraße und via Am Kempel und Auf dem Stade nebst Schwimmbrücke nach Winz-Baak. Über die Günter-Wüllner-Straße und den Königstein führte die Tour über die Ruhrbrücke und via Beuler-Höhe, Wildhagen und Südstadt zurück zum Holschentor. Genau um 15:46 Uhr wurde auf dem Bahrenberg bei toller Aussicht auf Hattingen und Niederwenigern die astronomische Tag-und-Nacht-Gleiche, der astronomische Frühlingsanfang zelebriert!
Als passionierter Radler mit seinem Bianchi Gravel-Bike, lockerte Stadtarchivar Thomas Weiß die Tour mit Geschichten und Anekdoten über den Horkenstein, das ehemalige Gemeinschaftswerk an der Koppel im Winzer Ruhrbogen und den Dom in Niederwenigern auf. War der Horkenstein ein Opferstein? Die Geschichte des Hattinger Gemeinschaftswerkes mit der Kohlentransportbahn über Homberg, Hansberg und Bredenscheid zur Zeche Alte Haase bis in die 60er Jahre, und die Schlacht am 2. April 1263 an der Koppel zwischen den Märkern von Burg Blankenstein und den Reisigen des Kölner Erzbischofs war nicht minder spannend.
Auch am Dom in Niederwenigern, St. Mauritius hatte Thomas Weiß einiges spontan zu berichten - Nikolaus Groß, christlicher Gewerkschafter, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und NS-Opfer, empfing in dieser Kirche die Sakramente der Taufe, Erstkommunion, Firmung und Ehe und wird mit einem Denkmal und einem Museum nahe der Kirche geehrt: „Neben Reliquien des Namenspatrons Mauritius lagern im Dom dabei solche der Windeln Jesu, die Rektor Conrad Büse im Jahre 1885 nach Niederwenigern gebracht haben soll.“


