
Preisverleihung Fahrradklima-Test 2024 in Berlin, Witten als bester Aufholer. Robert Dedden, Tim Raabe, Susanne Rühl und Sophia Bröker © ADFC, Dirk Deckbar
ADFC-Fahrradklima-Test 2026 im Ennepe-Ruhr-Kreis
Am 1. September hat mit dem ADFC-Fahrradklima-Test die größte Befragung von Radfahrerinnen und Radfahrern in Deutschland begonnen. Radwege zu schmal? Kreuzungen zu unübersichtlich? Oder läuft es schon rund?
Auch der ADFC im Ennepe-Ruhr-Kreis ruft dazu auf, die Radfahrbedingungen in Kreis zu bewerten. Mit einer neuen Umfrage rückt der ADFC erstmals die Perspektive von Kindern und Jugendlichen auf das Radfahren in den Vordergrund.
Vom 1. September bis zum 30. November 2026 können Menschen in ganz Deutschland – und damit auch im Ennepe-Ruhr-Kreis – an der Befragung des ADFC-Fahrradklima-Tests (FKT) zur Fahrradfreundlichkeit ihrer Städte und Gemeinden teilnehmen. Wie viel wird vor Ort fürs Radfahren getan? Was hat sich in den letzten Jahren verbessert? Sind die Radwege in einem guten Zustand? Kurz: Macht Radfahren Spaß oder bedeutet es Stress? Mit ihrer Teilnahme geben Radfahrerinnen und Radfahrer den politisch Verantwortlichen auch in Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg. Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter und Witten eine direkte Rückmeldung dazu, wie gut das Radfahren vor Ort funktioniert.
Kinder und Jugendliche im Fokus
Der ADFC-Fahrradklima-Test findet in diesem Jahr zum zwölften Mal statt. Erstmals stehen Kinder und Jugendliche mit einer eigenen Umfrage im Fokus. Es geht um ihre Radfahrgewohnheiten und was sie brauchen, um gut und sicher Rad zu fahren. Insgesamt besteht der ADFC-Fahrradklima-Test aus drei Befragungen: für Erwachsene, für Kinder und Jugendliche sowie für Kommunen.
Über den ADFC-Fahrradklima-Test 2026
Der ADFC-Fahrradklima-Test 2026 wird gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP).
ADFC-Fahrradklima im Ennepe-Ruhr-Kreis
Im Jahr 2024 haben rund 213.000 Radfahrende am Fahrradklima-Test teilgenommen – und das, obwohl erstmals eine Authentifizierung zur Teilnahme erforderlich war. Insgesamt kamen 1.047 Städte und Gemeinden in die Wertung, der Großteil davon (852 Orte) mit weniger als 50.000 Einwohner:innen.
Über 90 % der Teilnehmenden nutzen sowohl das Fahrrad als auch das Auto und bringen somit beide Perspektiven in die Bewertung ein. Besonders erfreulich: Der Anteil der über 70-jährigen Teilnehmenden ist erneut gestiegen – eine Entwicklung, die offenbar durch die zunehmende Nutzung von Pedelecs begünstigt wird. In dieser Altersgruppe liegt der Anteil der Pedelec-Nutzer:innen mittlerweile bei 64 %. Auch insgesamt zeigt sich ein klarer Trend: Der Anteil der Befragten, die hauptsächlich ein Pedelec nutzen, ist von 15 % im Jahr 2018 auf 38 % im Jahr 2024 gestiegen.
Unter den 113 Städten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegen Hattingen mit 4,12 auf Platz 68 und Witten als bester Aufholer mit 4,13 auf Platz 70.
Im Städteranking der Größenklasse 20.000 bis 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner wird der Radverkehr aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis in Gevelsberg mit 4,10 auf Platz 281 am besten bewertet. Danach folgen Herdecke mit 4,19 auf Platz 323, Sprockhövel mit 4,25 auf Platz 352, Wetter mit 4,28 auf Platz 362 sowie Schwelm mit 4,39 auf Platz 398 . Allerdings liegen alle Städte im hinteren Feld, insgesamt wurden in dieser Kategorie 429 Städte miteinander verglichen.
Stadt | 2022 | 2024 |
| Gevelsberg | 4,01 | 4,10 |
| Hattingen | 4,40 | 4,12 |
| Herdecke | 4,17 | 4,19 |
| Schwelm | 4,67 | 4,39 |
| Sprockhövel | 4,20 | 4,25 |
| Wetter | 4,25 | 4,28 |
| Witten | 4,53 | 4,13 |