Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Ennepe-Ruhr e. V.

Oberscholven

Blick auf Halde Oberscholven © ADFC Hattingen/Sprockhövel

Auf den Spuren des Gahlener Kohlenwegs

Am Sonntag den 19. April 2026 lud die ADFC Ortsgruppe Hattingen/Sprockhövel zu einer „historischen“ Radtour auf den Spuren des Gahlener Kohlenwegs im Rahmen des 10. Hattinger Fahrradfrühlings ein.

Bei kühlem und entgegen der Vorhersage meist sonnigen Wetter mit nur einer kurzen Schauer waren vier wetterfeste Radfahrende bei der 117 km Runde dabei.

Der Gahlener Kohlenweg war mit Baubeginn um 1766 eine der ersten befestigten Straßen im mittleren Ruhrgebiet für den Transport der an der Ruhr geförderten Steinkohle in Richtung Norden. Auf Johann Wilhelm Müser (1725–1788), einen aus Blankenstein stammenden Lehrer und Unternehmer, gehen Initiative und Pionierarbeit des Transportwesens zurück. Nahezu 250 Jahre nach seiner Erschließung existiert der aus der Zeit der Frühindustrialisierung stammende Gahlensche Kohlenweg bzw. Märkische Damm noch bis heute, als Kohlenstraße in Weitmar und Gahlensche Straße in Hamme und als viel befahrene Verkehrsstraße in den Bereichen der B 226 und der B 224. Im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010, wurde der Gahlener Kohlenweg mit Kunstwerken und Schautafeln wieder erlebbar gemacht.

Highlights der Tour waren der Start des Kohlenweges bei Haus Weile in Hattingen, die Zeche Brockhauser Tiefbau in Sundern,  das ehem. Verwaltungsgebäude Rombacher Hütte an der Kohlenstraße, Löns Mühle und die Wirtschaft zum alten Fritz in Holsterhausen, der Triumphbogen der Kohle im Kulturpark Unser Fritz in Crange, die Fleuthebrücke zwischen Herne und Gelsenkirchen, Erle, Schloss Berge in Buer, die Anna-Selbdritt Kapelle am Fünfhäuserweg in Oberscholven und die Stele am Ende des Gahlener Kohlenwegs, dem ehemaligen Standort des Kohlhaus am Lippe-Hafen zwischen Dorsten und Gahlen.

Eine Überraschung gab es im Gleiscafé Fritzchen im Heimatmuseum Unser Fritz, dort trafen die Vier den Graf von Wanne-Eickel und Mondritter  Graf Hotte alias Horst Schröder, der einige interessante Anekdoten über Wanne-Eickel, Crange und Unser Fritz zum Besten gab.

Zurück ging es über "anne Bänke" mit Mittagspause, den Gartroper Mühlenbach, die Kirchheller Heide mit Flugplatz Schwarze Heide und Pfingstsee (Elsbachsee), Grafenmühle, Halde Haniel tangierend, weiter über die Jacobibahn, Haus Ripshorst, die Tal-Route, den Grugaweg und via Ruhrtalradweg zum Holschentor nach Hattingen.

Downloads

Smalltalk mit Graf Hotte

Smalltalk mit Graf Hotte

Copyright: ADFC Hattingen/Sprockhövel

3860x2172 px, (JPG, 2 MB)

Oberscholven

Oberscholven

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Tafel am ehem. Kohlhaus

Tafel am ehem. Kohlhaus

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Pfingstsee

Pfingstsee

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https://ennepe-ruhr.adfc.de/pressemitteilung/auf-den-spuren-des-gahlener-kohlenwegs

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